Das Winterwochenende der Steinböcke auf der Enzianhütte

Die Steinböcke machen den Anfang…

Unser erstes gemeinsames Winterwochenende – und alle waren dabei!
Wir trafen uns an der Enzianhütte, wo wir unseren Jugendraum kennen lernten und sorgten direkt für großes Chaos. Als jeder einen Schlafplatz gefunden hatte, packten wir unsere Tagesrucksäcke und zogen los. Unser Ziel war die Steinwand. Mit verschiedenen Spielen und kleinen Pausen wurde der Hinweg kurzweilig, doch nach knapp zwei Stunden waren alle froh, die Steinwand endlich erreicht zu haben. Zum Klettern war es zu kalt und zu feucht, aber wir hatten ja auch etwas ganz anderes geplant: Ein Feuer ohne Feuerzeug oder Streichhölzer wollte mithilfe unserer gesammelten Birkenrinde entzündet werden. Das funktionierte schneller als gedacht und so konnten wir unsere Hände, die vom Picknicken ganz kalt geworden waren, noch schnell aufwärmen, bevor wir uns auf den Rückweg machten. Jetzt waren die Füße schon schwerer und die Beine taten weh, aber das Angebot des netten Bauern, der uns seine Kälbchen zeigte, ließ alle wieder wach werden. Eine ganze Weile verbrachten wir im Stall bei den großen und kleinen Kühen und Max, dem Hund, der danach am liebsten mit uns gekommen wäre. Es dämmerte und wir liefen nun zügig zurück zur Enzianhütte, wo wir viereinhalb Stunden nach unserem Aufbruch im Stockdunkeln ankamen. Die Wanderung war ziemlich anstrengend, aber Zeit zum Ausruhen gab es keine, denn wir hatten groooooßen Hunger. Also packten alle mit an, schälten, schnippelten und kochten was das Zeug hielt. Fünf Packungen Nudeln und ein riesiger Topf Gemüsesoße waren für uns kein Problem. Die waren schnell gekocht und noch schneller leer gegessen. Und dafür wurden wir belohnt: Am späten Abend hatte es etwas geschneit. Da waren die Dunkelheit, die Kälte und der anstrengende Tag für einen kleinen Teil der Gruppe kein Grund mehr, nicht noch eine Schneeballschlacht zu machen und einen Schneemann zu bauen. Danach ging es direkt ins Bett und Dank Herrn Taschenbier und dem Sams konnten alle Kinder bald einschlafen. Am nächsten Morgen bereuten wir bei einem Blick aus dem Fenster, dass wir aufgrund des Wetterberichts auf Schlitten und Bob  verzichtet hatten… Mit dieser Stimmung sollte unser wunderschönes Wochenende nicht enden, also kontaktierten wir kurzerhand alle Eltern, die uns schließlich eine reichliche Auswahl an Schneegefährten brachten und sichtlich selbst Freude daran hatten. Während die meisten müden Gesichter sich auf den Heimweg machten, fuhren andere Kinder mit ihren Familien noch eine Weile lang Schlitten und hatten den ganzen Berg für sich allein. Denn in Fulda konnte man nicht ahnen, dass sich in der völlig vernebelten Rhön ausreichend Schnee versteckte…

Bericht: Sarah Günzel (Jugendleiterin)