Umweltfreundlich unterwegs am Edersee

Unsere Teilnehmer*Innen der Ederseefreizeit beim Müll trennen.

Nachhaltig, Naturschutz, Nein zu Müll

Ziel der Freizeit war es gemeinsam Umweltbewusstsein, nachhaltiges Handeln und Müllvermeidung zu leben und natürlich Spaß in der Natur zu haben. Folglich haben wir uns den Nationalpark Kellerwald mit dem angrenzenden Edersee als regionales Ziel ausgesucht. Nach der umweltfreundlichen Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln haben wir zuerst die Zelte aufgebaut. Dort stand dann Planschen im See und vor allem Steine schleifen an. Das Polieren der Steine mit den Schleifschwämmen gehörte zu den Lieblingsbeschäftigungen der Kinder.

Am zweiten Tag stand eine Wanderung im Nationalpark Kellerwald geleitet von einem echten Ranger auf dem Programm. Der Ranger führte uns durch den Wald mit seinen alten Buchen und steilen Hängen. Das Motto des Nationalparks lautet „Natur der Natur überlassen“, das bedeutet, dass der Mensch dort nicht eingreift, sodass Pflanzen und Tiere ihren natürlichen Lebensweg gehen können. Am Wegesrand fand der Ranger regelmäßig Pflanzen und Tierspuren, die er uns mit viel Fachwissen erklärte. Nach rund 4 Stunden lehrreicher Wanderung fuhren wir mit dem Bus zurück zum Campingplatz, um am See zu spielen und Steine zu schleifen. Nachts wurden wir von einem tierischen Dieb heimgesucht. Ein Waschbär ist in das geschlossene Essenszelt eingestiegen und hat sich an unseren Muffins und ein paar Scheiben Brot bedient.

Am Tag darauf besuchten wir den Baumkronenpfad, ein Lehrpfad, der spielerisch über die heimische Tier- und Pflanzenwelt aufklärt. Auf dem Weg dorthin sowie bei allen anderen Strecken, die wir zu Fuß gingen hatten wir immer Müllsäcke dabei, um den Müll am Wegesrand aufzusammeln und so die Natur sauber zu halten. Im Anschluss wanderten wir weiter zum Tierpark, wo uns vor allem die Greifvogelschau beeindruckte, bei der hauptsächlich Vögel vorgestellt wurden, die sich immer frei rund um den Tierpark und den Edersee bewegen können. Durch ein starkes Unwetter am Abend mussten wir die Zelte neu aufteilen, weil ein Zelt vom Regen komplett geflutet wurde.

Der letzte Tag begann mit ein paar Spielen, damit die Zelte vor dem Abbau ein bisschen Zeit zum Trocknen hatten. Anschließend trennten wir noch unseren Müll, wobei wir leider genauso viel Müll in der Natur gefunden haben, wie wir selbst verursacht haben. Unser Fazit zu der Freizeit ist, dass es auch in unserer Region noch viel zu entdecken gibt und man durch nahegelegene Ziele auch gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt tun kann.

Bericht: Fabian Müller (Jugendleiter)